Dokumentation Kokskohlenstampfmaschine

Kurzzusammenfassung 

 

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Dieses Korrosionsgutachten wurde Im Herbst 2000 fertiggestellt und dokumentiert den Zustand des alten Kohlenturms in den Monaten Juli/August 2000. Die Dokumentation erfolgte augenscheinlich, an relevanten Stellen wurden Oxidschichten entfernt, um die Querschnittsschwächung genauer zu untersuchen.

Die hier dokumentierte Kokskohlenstampfmaschine dürfte die älteste erhaltene Kokskohlenstampfmaschine Deutschlands sein. Sie stellt in Kombination mit den erhaltenen Batterien 1
und 2 ein wichtiges Ensemble des saarländischen Sonderweges der Kokserzeugung dar. Insbesondere die Verwendung von Magnetstampfern der Bauart Meguin hebt ihre Bedeutung als Dokument für standortspezifische Entwicklungen in der Technik hervor.
Die Maschine stellt aufgrund der immer wieder erfolgten Umbauten und Reparaturen ein hervorragendes Beispiel für Entwicklungen im Maschinenbau dar. Nietverbindungen, Schweißungen, Fachwerke und Walzprofile sind häufig an einzelnen Komponenten zu finden. Die hier dokumentierte Stampfmaschine weist bereits alle an modernen Kokskohlenstampfmaschinen verwendeten Grundprinzipien wie beispielsweise das zweidimensionale Verfahren auf einem Gleisstrang auf. Weiterhin lassen sich auch die Arbeitsbedingungen aufgrund des weitgehend erhaltenen Interieurs des Fahrstands rekonstruieren. 
Der Zustand der Maschine ist weitgehend gut, nahezu alle Baugruppen sind noch selbsttragfähig. Treppen und Bühnen sind teilweise nicht mehr gefahrlos zu betreten. Korrosionsschäden sind insbesondere an der Witterung ausgesetzten Teilen erkennbar. So sind nahezu alle Blecheinhausungen durch Rostfraß beschädigt. Jedoch erscheinen die Tragkonstruktionen der Einhausungen als durchaus standsicher. 
Um einen weiteren Erhalt der technikhistorisch bedeutenden Kokskohlenstampfmaschine zu gewährleisten, ist eine Sanierung der Maschine dringend anzuraten.