Der Arbeitskreis "Rückführung und Restaurierung 58"

Anfang der 1990er Jahre fanden sich ganz spontan einige gleichgesinnte Mitglieder der Initiative Völklinger Hütte zusammen. Sie hatten das Ziel, möglichst viel an Materialien, Gerätschaften, Maschinen, Werkzeugen o.ä. für das Denkmal Völklinger Hütte aus den stillgelegten Werksteilen zu retten. Dies geschah zunächst ohne durchdachte Strategie aus der Erkenntnis heraus: Wenn Lamentieren und Diskutieren nicht mehr weiterführt, muss praktisch gehandelt werden!

Aber wie sollte denn nun eine solche Arbeitsgruppe heißen? "Schnelle Eingreiftruppe", mehr als Witz gedacht, war ein Provisorium und sorgte eher für Erheiterung.  Dann fiel der Groschen: Nichts lag näher, als einen Arbeitskreis, der für vieles, nicht genau festgelegtes gut ist, nach einem Hüttenbetrieb zu benennen, der zu Produktionszeiten für alle möglichen Aufgaben herangezogen wurde. Da es sich dabei um den "Betrieb 58 - Allgemeinbetrieb" handelte, war der Name "Arbeitskreis 58" geboren.

In den Anfängen bestimmten die drei Gesichtspunkte "Sammeln, Sichern und Bewahren" das Handeln des Arbeitskreises. Zu der Zeit waren viele Pläne und schriftiche Aufzeichnungen vernichtet oder verloren, Maschinen, Gerätschaften und Einrichtungen verschrottet oder durch Vandalismus zerstört. Heute bereichern einige Fundstücke die Austellung "Ferrodrom". Die zusätzliche Bezeichnung "Rückführung und Restaurierung 58" aus dem Jahr 1999 zeigt eine Spezialisierung des Arbeitskreises auf neue Projekte, die Restaurierung der Kaffeeküche 1 im Hochofenbüro und die Rückführung und Rekonstruktion des Transportsystems Werkeisenbahn im Bereich der Roheisenerzeugung.

Nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod des langjährigen Arbeitskreisleiters Hans Mörsdorf im Dezember 2011 ist die Zukunft des Arbeitskreises 58 ungewiss.