Das Gebläsehaus

Im Gebläsehaus wurde der Wind erzeugt. Der Hochöfner bezeichnet die Luft, die in den Hochofen eingeblasen wird als Wind. Der Sauerstoff dieser leicht komprimierten Luft diente als Energielieferant für den Schmelzprozess im Hochofen.

Das Gebläsehaus wurde von 1900 bis zu den 1930er Jahren in verschiedenen Abschnitten erbaut, um einer wachsenden Anzahl von Maschinen Platz zu bieten. Lange Zeit liefen in der Halle 6, später dann 10 Gasgebläsemaschinen. An Stelle der Maschine 1 wurde später ein Elektro-Axialgebläse installiert.

Die Gasmotoren wurden mit Gichtgas betrieben, welches im Hochofen als Abgas anfiel. Es ist durch den Kohlenmonoxidgehalt zum einen giftig und zum andern brennbar. Wegen des CO musste es vernichtet werden. Statt es nutzlos zu verbrennen, wurde der Gichtstaub ausgefiltert und das Gas zum Antrieb der Gasmotoren verwandt.

Auf dem nebenstehenden Plan ist schematisch das Gebläsehaus dargestellt, wie es sich heute präsentiert.